MEDUSAS FLOSS

NACH PETRA MARIA KRAXNER

Schauspiel

 

Regie: Alice Asper

 

Auftragsarbeit

URAUFFÜHRUNG

 

 

 

Besetzung

 

 

MATINEE: 10. Jänner 2016, 11.00 Uhr, T-Café

PREMIERE: 15. Jänner 2016, 19.30 Uhr, Grosses Haus

Weitere Aufführungen: 21/01, 12/02, 16/02, 13/03, 19/03, 23/03

Stückeinführungen: 21/01, 16/02, 18.45 Uhr, Kleines Haus

 

Stückdauer: 1 Std. 15 Min., keine Pause

 

Abo, freier Verkauf, Preiskategorie I

 

Rahmenprogramm FLUCHT : PERSPEKTIVEN

 

Eintritt frei

 

JEWEILS IM ANSCHLUSS AN DIE VORSTELLUNG IM T-CAFE:

21/01 Nachgespräch mit Regisseurin Alice Asper und dem Ensemble

12/02 Dokumentarfilm STÄRKER ALS DIE ANGST von Ulrike Westermann. Vorführung der dem Stück zugrunde liegenden Dokumentation. Aus Platzgründen wird um Anmeldung gebeten unter ticket@landestheater.org

19/03 Lesung aus FLUCHTLING@HOME von Livia Huber. Die Autorin wird anwesend sein.

IM VORARLBERG MUSEUM:

15/03, 19.00 Uhr: NACH VORARLBERG GEFLOHEN. GESPRÄCHE ÜBER FLUCHT UND ASYL. Fünf persönliche Geschichten von Flucht und Ankommen.

Tickets



Zwei sehr junge Männer in einem westafrikanischen Land, Solomon und Tayo. 

Sie träumen von einem besseren Leben in Europa. Die Flucht per Boot ist lebensgefährlich und viel zu teuer. Tayo, der Realist, will erst einmal sparen, um irgendwann die Schlepper bezahlen zu können. Solomon, der tollkühne Träumer, lässt sich durch Vernunftgründe nicht abschrecken. 

Er sucht einen anderen Weg: als blinder Passagier versteckt er sich im Fahrwerkschacht eines Flugzeugs. Wie durch ein Wunder überlebt er den Flug nach Europa. Der Junge wird als Sensation gefeiert, dennoch muss er die langwierige Prozedur der Registrierung über sich ergehen lassen. Solomon gerät in ein besonderes Modell-Aufnahme-Lager, eines mit Therapieangeboten, Yoga und einer Malgruppe, die sich an „Medusas Floß“ ausprobiert. Die Maxime hier heißt Effizienz. 

Solomon wird sich selbst zum Fremden, träumt von allem, was er zurückgelassen hat. Schließlich wird er abgeschoben. Er, der doch nur frei und unabhängig leben will, wird auch in Afrika zum Fremdling. Und so wagt er die wahnsinnige Reise noch einmal. 

 

Die berührende Geschichte des Jungen, der aus Sehnsucht nach Selbstverwirklichung für seinen Traum von einer besseren Welt sein Leben riskiert, basiert auf einer wahren Begebenheit. 

Petra Maria Kraxner hat dieses Schicksal mit den dramatischen Ereignissen unserer Gegenwart verknüpft und so die Textgrundlage für diese Inszenierung bereitet. 

 

PRESSESTIMMEN

 

(…) (D)er Abend (berührt), was in erster Linie dem großartigen Hauptdarsteller Toks Körner zu verdanken ist. Seine so lebensfrohe, lebendige, leichtfüßige, bisweilen auch naive und tieftraurige Darstellung des jungen Solomon ist neben aller Dramatik ein Erlebnis. Aber auch alle anderen Ensemblemitglieder leisten Großes. (…) Alice Asper hat die Figuren wirkungsvoll geführt und auch darauf geachtet, dass die tragische Geschichte von Zeit zu Zeit ein wenig Schmunzeln und Lachen zulässt, ja provoziert. (…)

KULTUR-Zeitschrift

 

(…) Medusas Floß ist ein packendes Schauspiel, das von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. (…) Toks Körner verkörpert  Solomon mit einer derart spielerischen Leichtigkeit, dass man trotz aller Widrigkeiten bis kurz vor Schluss den Optimismus des jungen Afrikaners spürt. (…)Es ist ein Theaterabend der sich in vielen Hinsichten mehr als lohnt. (…)

KirchenBlatt Vorarlberg

 

(…)Am meisten überzeugen konnte in der Rolle des Solomons der in Berlin lebende Toks Körner, der nach zahlreichen Theater- und Fernsehrollen zum ersten Mal in Bregenz auf der Bühne steht. (…) Die über 15 kleinen Nebenrollen werden von dem Team bestehend aus Kyra Lippler, Laura Louisa Garde, Boris Popovic und Marcus Widmann sehr gut gemeistert. (…)

tt.com / APA

 

(…) So unterschiedlich die Deutungsversuche ausfallen, Alice Asper fühlt sich dadurch bestärkt in ihrem Regieansatz, die offene, fragmentarische Form von Petra Maria Kraxners Stück "MedusasFloss" beizubehalten - und es mit schillernden, mehrdimensionalen Metaphern auf die Bühne zu bringen. Weil das Thema in seiner Aktualität und Wucht schlicht nicht fassbar ist, weil es sich nicht eindeutig lösen lässt. (…)

St. Galler Tagblatt

 

(…) Dass mit Toks Körner ein Schauspieler für den flüchtenden Solomon engagiert werden konnte, der die bleiern nachgemalte Asylantragsbürokratie mit einer berührenden Leichtigkeit durchbricht, die niemals zu naiv wirkt, ist ein besonderes Glück. (…)

Vorarlberger Nachrichten

 

(…) (Es) ist ein Experiment, allein aufgrund seiner Aktualität, und es ist dem Vorarlberger Landestheater für seinen Mut zu danken, dieses gewagt zu haben (…)

NEUE Vorarlberger Tageszeitung





Regie: Alice Asper

Bühne und Kostüme: Nora Brügel

Dramaturgie: Dorothée Bauerle-Willert

Licht: Arndt Rössler

Ausstattungsassistenz: Leslie Bourgeois

Regieassistenz: Nina Stix

Inspizienz: Eva Lorünser

 

Solomon: Toks Körner

Tayo: Markus Subramaniam

Schauspielerin 1 (Rohstoffhändlerin, Flughafenangestellte, Yogalehrerin, Familienmitglied u.a.) Kyra Lippler

Schauspielerin 2 (Videojournalistin, neuer freundlicher Automat, Familienmitglied u.a.) Laura Louisa Garde

Schauspieler 3 (Antragsteller, Familienmitglied u.a.) Boris Popovic

Schauspieler 4 (Familienmitglied, Schmaltz, Maler, freundlicher Automat u.a.) Marcus Widmann