JUGEND OHNE GOTT

nach dem Roman von Ödön von Horváth

mit Michael Ransburg und unserem Jugendclub 16+

 

Stückdauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

 

MATINEE: So, 5. März 2017, 11 Uhr, T-Café

PREMIERE: Fr 10. März 2017, 19.30 Uhr, Grosses Haus

 

WEITERE AUFFÜHRUNGEN: Di 14/03, Do 23/03, Sa 08/04, So 16/04, Fr 21/04, Mi 26/04

 

STÜCKEINFÜHRUNGEN: 14/03, 23/03, 08/04, 21/04, jeweils 19.00 Uhr, Kleines Haus, Eingang über T-Café


PUBLIKUMSGESPRÄCH am 26. April, im Anschluss an die Aufführung im T-Café

 

Abo, Freier Verkauf, Preisklasse I

 

 

 

Besetzung

Tickets



 

„Auch Schwarze sind Menschen.” Mit diesem Satz zieht ein 34-jähriger Lehrer den Unmut seiner Klasse auf sich. Die faschistischen Prinzipien der Nationalsozialisten haben bereits gefruchtet, und der Lehrer zieht es vor, seine humanistischen Ideale zu verleugnen, um seine sichere Stellung nicht zu gefährden. Als ein Schüler im militärischen Ausbildungslager erschlagen wird, stellt sich für den Lehrer erneut die Frage nach persönlicher Verantwortung. Bis er endlich für die Wahrheit eintritt, hat er sich längst schuldig gemacht …

 

Ödön von Horváth hat mit seiner packenden Kriminalgeschichte ein erschütterndes Bild seiner Zeit gezeichnet. Die Fragen nach Empathie und Zivilcourage, die Horváth aufwirft, sind bis heute aktuell geblieben. In einer besonderen Inszenierung des Regisseurs Hannes Rudolph werden zwölf Jugendliche aus Bregenz und Umgebung gemeinsam mit dem Schauspieler Michael Ransburg Horváths Schilderung der damaligen Jugend untersuchen. Wer ist diese „gottlose“ Jugend? Und wie hat sich der Blick auf die Jugend gewandelt?

 

PRESSESTIMMEN

 

Die Spielfassung von Regisseur Hannes Rudolph hält sich eng an die Vorlage. Michael Ransburg, wechselt souverän zwischen seinen Figuren als Lehrer und Erzähler (…). Bei ihm laufen in Rudolphs pathosfreier und geradliniger Inszenierung die Fäden zusammen. (…) Grau und schwarz beherrschen die Szenerie, angepasst an die homogene Masse der Schüler, die von den Jugendlichen dargestellt werden. Diese, ausgestattet mit Engagement, Talent und großer Spielfreude, schaffen einige eindrückliche Bilder. (…)

 

Es sind eine Vielzahl von Rollen, die von den 13 Jugendlichen verkörpert werden. (…) Die Realisierung einer derartigen Produktion mit Jugendlichen (erscheint) mehr als stimmig und kann wohl auch als Statement gesehen werden.

 

Brigitte Kompatscher, NEUE Vorarlberger Tageszeitung

 

 

Die Idee, ein Stück mit dem Jugendclub für das ABO-Publikum auf der großen Bühne zu machen, ist voll aufgegangen.(…) Horváths Roman „Jugend ohne Gott“ bietet sich natürlich besonders an, wenn es darum geht, viele junge Menschen zum Einsatz zu bringen und das hat in Bregenz Dank der Theaterpädagogin Verena Kiegerl, die die Szenen mit den Jugendlichen erarbeitet hat, und der Choreographin Brigitte Jagg ganz hervorragend funktioniert. Dreizehn Jugendliche, im Alter von 13 – 22 Jahren, darunter auch zwei Afghanische Flüchtlinge, spielten mit erstaunlicher Konzentration und Professionalität.

 

Der Schauspieler Michael Ransburg ist eine Offenbarung in der Figur des Lehrers und Erzählers. Die Dramatisierung ist bestens bühnentauglich, die Umsetzung und Inszenierung, die Figurenführung des jungen Regisseurs Hannes Rudolph, höchst trefflich. Gekonnt und feinsinnig webt er auch Humor in diese tragische Geschichte. (…)

 

Alle anderen Figuren werden von den Jugendlichen gespielt, die sowohl als Einzelfiguren, als auch in kleinen und einer großen Gruppe absolut überzeugen. Verena Kiegerl hat sie alle ideal eingesetzt, hat großartig mit ihnen gearbeitet, sie sensibilisiert und ihre Stärken exzellent herausgearbeitet. Die Choreographien, das Bewegungskonzept von Brigitte Jagg ist wohl durchdacht, ausgereift, schlichtweg perfekt und in der Umsetzung der Jugendlichen einfach ergreifend und bezaubernd.

 

Es ist eine rundherum geglückte Produktion. Auch die Kostüme von Birgit Künzler bestärken diesen Eindruck, der sich im sehr konzentrierten Bühnenbild von Tobias Schunck und im unaufdringlichen und beseelten Lichtkonzept von Arndt Rössler widerspiegelt.

 

Dagmar Ullmann-Bautz, kulturzeitschrift.at

 

 

In Tableaus verweist Regisseur Hannes Rudolph, unterstützt von Choreografin

Brigitte Jagg, auf Drill und Unterwerfung. Dass der Lehrer die Rolle des Erzählers nie verlässt, betont das Beispielhafte dieses Bildes einer Gesellschaft, der die Empathie abhanden gekommen ist.

 

Christa Dietrich, Vorarlberger Nachrichten

 

 





Regie: Hannes Rudolph
Bühne: Tobias Schunck    
Kostüme: Birgit Künzler        
Dramaturgie: Britta Kampert
Szenische Mitarbeit und Theaterpädagogik: Verena Kiegerl    
Choreographie / Bewegungstraining: Brigitte Jagg    
Ausstattungsassistenz: Lilli Löbl
Regieassistenz: Eva Lorünser    
Inspizienz: Angelyn Bär

 

Es spielen:

Michael Ransburg (Lehrer)

Assadullah Ahmadzai

Dione Azemi

Tobias Barth

Mia Hauer

Anika Hehle

Sarah-Maria Hemmerling

Caroline Hupp

Noah Klein

Valentina Reichhalter 

Jannik Schwarz

Parvez Shadab

Anna Tripp

Sabrina Wieczorek