INFERNO

Rafael Spregelburd

Schauspiel 

Auftragsarbeit

 

Inspirationsquelle: Hieronymus Boschs Triptychon DER GARTEN DER LÜSTE - DIE HÖLLE

 

Dauer: 90 Minuten, ohne Pause

 

PREMIERE: Do 23/02, 19.30 Uhr, Kleines Haus

WEITERE AUFFÜHRUNGEN: Sa 04/03, Sa 25/03, Mi 12/04, Sa 13/05, 18/06, 19.30 Uhr, Kleines Haus

 

 

Besetzung

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Felipe, ein Reisejournalist, erhält überraschenden Besuch von zwei bibelfesten Damen, die in heller Aufregung sind, weil der Vatikan versehentlich die Hölle abgeschafft hat. Jetzt wütet das Höllenvirus überall, selbst in der Sprache und sogar zwischen den Worten. Um den armen Felipe zu retten, wollen die besorgten Damen ihn die sieben Tugenden lehren. Doch daraus entspinnt sich eine Kriminalgeschichte, in der Felipe plötzlich die Hauptrolle spielt. Rafael Spregelburd, der zurzeit erfolgreichste argentinische Dramatiker, erzählt in seinem neuesten Stück von den schmutzigen Kriegen, die die Militärdiktaturen Lateinamerikas gegen ihr eigenes Volk führten und von den Desaparecidos, jenen Menschen, die von staatlichen Organisationen entführt, gefoltert und ermordet wurden.

 

 

PRESSESTIMMEN

 

Mit leichter Hand jongliert Regisseur Steffen Jäger durch das Auftragswerk am Vorarlberger Landestheater Bregenz (…) Die Konstellation entnimmt Spregelburd direkt Hieronymus Boschs Hölle, welche dem argentinischer Dramatiker per Stückauftrag anvertraut ward: (...) und das ergibt ein makabres, flottes, in Paradoxien brillierendes Bühnenvergnügen. (…) Steffen Jäger (Regie), Sabine Freude (Bühne) und Aleksandra Kica (Kostüm) vereinen zwei der sieben Tugenden (...): "Klugheit" und "Tapferkeit". Letztere können auch Luzian Hirzel, David Kopp, Laura Mitzkus und Bo-Phyllis Strube für sich verbuchen, die das Figurenset lustvoll durchexerzieren.
Petra Nachbaur, DER STANDARD

 

Inszenierung und Schauspieler des Auftragswerks “Inferno” von Rafael Spregelburd überzeugten das Publikum. (...) Laura Mitzkus als Marlene und Bo-Phyllis Strube als Berenice verkörpern die beiden Damen. Sie liefern eine tolle Leistung, mischen souverän komische Elemente mit einer unterkühlten, distanzierten Darstellung.
vol.at

 

Genüsslich betreiben sie den Wandel der Identitäten auch mittels Kostümierung und Perücken (Aleksandra Kica). Missionarisch unterwegs und oft in Schwarz (…) Zu stumm projizierten Filmausschnitten aus "The Big Sleep/Tote schlafen fest" zitiert das gemischte Doppel auf Sabine Freudes Bühne nicht nur die Gesten des Leinwandpaares, sondern auch die Requisiten – und trägt himmlische Kopien von Bogarts/Bacalls Kleidung.
nachtkritik.de

Die Textgewalt und die Konzentration auf das Schauspiel bewirken, dass die komplexe Erzählung aufgeht in einem nicht allzu schweren, humorvollen Spiel mit der Sprache, mit Gesten, mit Wirklichkeiten und Möglichkeiten.
Es entsteht ein absurdes Verwirrspiel, dem die vier Schauspieler (Laura Mitzkus, Bo-Phyllis Strube, Luzian Hirzel, David Kopp) mit viel sprachlichem und körperlichem Einsatz eine besondere Dynamik verleihen. Ihre Leistung lockert den textlastigen Stoff auf und sorgt für reichlich amüsante Momente. Steffen Jäger ist eine Inszenierung gelungen, die nicht auf einem klassischen Handlungsstrang beruht, sondern die Grenzen aufbricht zwischen Wahrheit und Fiktion, Literatur und Realität, und damit die Sprache selbst zum Thema macht. (…) Für ein Publikum, das einem zeitgemäßen, jungen Theater gegenüber aufgeschlossen ist, ist "Inferno" zu empfehlen. Die Zuschauer applaudierten am Ende dieses infernalen Theaterabends.
Lisa Kammann, NEUE Vorarlberger Tageszeitung

Das Landestheater hat das Stück in die Hände von Steffen Jäger gegeben. Dort ist es gut aufgehoben, mit Luzian Hirzel, David Kopp, Laura Mitzkus und Bo-Phyllis Strube, also mit der ganz jungen Truppe des Hauses, gelingt ihm eine Spielweise, die zwischen Ernst und Groteske mäandert (…) und nie außer Acht lässt, dass man jedweder Hölle wohl am besten mit Kreativität und Fantasie entkommt. Wer das akzeptiert, durchlebt einen feurigen Abend und gottlob kein reinigendes Purgatorium.
Christa Dietrich, Vorarlberger Nachrichten

 

 





Regie: Steffen Jäger

Bühne: Sabine Freude

Kostüm: Aleksandra Kica

Dramaturgie: Dorothée Bauerle-Willert

Regieassistenz: Lilli Löbl und Agnes Kitzler

 

Schauspieler: Luzian Hirzel

Schauspieler: David Kopp

Schauspielerin: Laura Mitzkus

Schauspielerin: Bo-Phyllis Strube