EFFI BRIEST

von Theodor Fontane

Bühnenfassung von Ronny Jakubaschk

 

Dauer: 2 3/4 Stunden, mit Pause

 

Matinee: So 25. März 2018, 11.00 Uhr, T-Café, Eintritt frei

Premiere: Fr 6. April 2018, 19.30 Uhr

 

Weitere Aufführungen: Di 10.4. / Do 19.4. / Mi 16.5. / Fr 25.5. / Sa 9.6. / So 24.6., jeweils 19.30 Uhr, Grosses Haus

Stückeinführungen: Di 10.4. / Do 19.4. / Mi 16.5. / Fr 25.5. / Sa 9.6. / So 24.6., jeweils 19.00 Uhr, Grosses Haus, Eintritt frei

 

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Exklusiv für die Vorstellung am 16.5.:

2:1 - Weil's zu zweit viel schöner ist - freier Eintritt für eine Begleitperson!

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Abo, Freier Verkauf, Preisklasse I

 

 

Besetzung

Tickets



„Ich bin nicht so sehr für das, was man eine Musterehe nennt.“ aus EFFI BRIEST von Theodor Fontane

 

Effi Briest heiratet auf Wunsch ihrer Mutter den mehr als doppelt so alten Baron Geert von Innstetten. Sie ist eine unbeschwerte junge Frau, die sich von der Ehe neben Reichtum und einem vornehmen Haus vor allem ein abwechslungsreiches Leben erträumt. Doch statt auf Hofbällen und in der Oper findet Effi sich in einem trostlosen, engen Städtchen wieder, in dem sie Einsamkeit und Langeweile quälen. Innstetten hat als karrierebewusster Landrat nur wenig Zeit für seine Frau, die ein heimliches Verhältnis mit dem attraktiven Major Crampas beginnt und es sofort wieder beendet, als Innstetten den Umzug nach Berlin ankündigt. Sieben Jahre später, die Ehe zwischen Innstetten und Effi ist längst im Gleichklang, stößt Innstetten zufällig auf die schwärmerischen Liebesbriefe von Crampas. Aufgrund des Ehrenkodexes sieht er sich dazu gezwungen, sich trotz aller Selbstzweifel von seiner Frau zu trennen. Damit zerstört er Effi – und sich selbst mit.

 

Theodor Fontane beschreibt in seinem wohl bekanntesten Roman die tragischen Folgen gesellschaftlicher Konventionen, die einer jungen Frau am Ende des 19. Jahrhunderts zum Verhängnis werden. Die Fragen, die Fontane im Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf Selbstverwirklichung und dem Wunsch nach sicheren Ordnungsprinzipien aufwirft, sind dabei verblüffend gegenwärtig.

 

Pressestimmen

Ronny Jakubaschk setzt ‚Effi Briest‘ in eine surreale Manege – und erntet Applaus am Landestheater.
(…) Die Symbolik in Theodor Fontanes Roman nutzt der Regisseur, um die Geschichte in eine Art surreale Manege zu setzten, in der sich Effi Briests Fantasien und Albträume entfalten (…) und in welcher zahlreiche Andeutungen und symbolhafte Handlungen ihren Platz finden. (…) Trotz einer [Dauer] von etwa zweieinhalb Stunden scheint sich das Publikum bis zum Ende gut zu unterhalten. Die Eltern Effi Briests sorgen für den einen oder anderen Lacher (für den Vater ist alles, was am besten unkommentiert bleibt, ein ‚weites Feld‘), keine Szene dauert zu lange.
Lisa Kammann, Neue Vorarlberger Tageszeitung, 10.4.2018

Romanklassiker auf der Bühne
(…) Mit der Umsetzung von Prosastoffen auf der Bühne hat sich das Vorarlberger Landestheater bereits mehrmals hervorgetan. Am Freitagabend wurde nun ‚Effi Briest‘ von Theodor Fontane in der Fassung des jungen deutschen Regisseurs Ronny Jakubaschk am Kornmarkt uraufgeführt. Ein farbenreicher, durchaus inspirierender Abend (…)
Vorarlberger Nachrichten, 7.4.2018

(…) Den über 300 Seiten langen Text auf 150 Minuten Theater einzudampfen, (…) ist dem Regisseur wunderbar gelungen. Es fehlt nichts, nichts hakt! Die Geschichte wird leichthin und liebevoll erzählt, ist berührend und stellenweise herrlich komisch. (…) Ganz herausragend agiert Nadine Rosemann als Effi Briest. Sie beeindruckt mit ihrem starken, emotionalen Spiel (…) In der Rolle des Barons von Innstetten fasziniert Christian Heller (…) Gerhard Brössner und Saskia von Winterfeld gefallen sehr als Eltern von Briest, [er] mit großem Herz und fürsorglicher Liebe und [sie] mit bestechendem und bissigem Humor. (…) Bemerkenswert die großartige Darstellung des Alonzo Gieshübler durch Luzian Hirzel.
Dagmar Ullmann-Bautz, Kulturzeitschrift.at, 8.4.2018

(…) Nadine Rosemann in der Titelrolle (…) trägt das Stück (…)
(…) In einem absolut gelungenen, an Margritte erinnernden Setting streckt Effi, die Tochter der Luft (…) den Kopf in die Wolken und scheitert an Prinzipien und Kleinstadtenge. (…) Alle Achtung. Der Applaus gebührt dann vor allem dem überzeugenden Schauspiel-Ensemble, dem Text Fontanes und dem Mut Ronny Jakubaschks, dem Klassiker für die Bühne ans Leder zu rücken.
Veronika Fehle, Vorarlberger KirchenBlatt, 12.4.2018

(…) die knapp dreistündige Bühnenfassung konzentriert den Roman auf ein Kammerspiel – dies jedoch überzeugend und eindringlich. (…) Luzian Hirzel als liebenswürdig stotternder Hausfreund Alonzo Gieshübler gibt eine markerschütternde Schauerballade zum Besten. Überhaupt sind es die Schauspieler, die den verhältnismässig langen Abend tragen. (…)
Bettina Kugler, St. Galler Tagblatt, 12.4.2018

 

 

 





Regie: Ronny Jakubaschk

Bühne & Kostüm: Anna Sörensen

Musik: Christoph Iacono

Licht: Arndt Rössler

Dramaturgie: Britta Kampert

Regieassistenz: Agnes Kitzler

Ausstattungsassistenz: Leslie Bourgeois

Inspizienz: Eva Lorünser

 

Effi Briest: Nadine Rosemann

Ritterschaftsrat von Briest: Gerhard Brössner

Luise von Briest: Saskia von Winterfeld

Baron Geert von Innstetten: Christian Heller

Major Crampas: Tilman Rose

Johanna: Britta Boehlke

Alonzo Gieshübler: Luzian Hirzel