"KUNST"

von Yasmina Reza

Komödie

 

Dauer: ca. 1 3/4 Stunden ohne Pause

 

Matinee: So 22 April 2018, 11.00 Uhr, T-Café

Premiere: Sa 28. April 2018, 19.30 Uhr, Grosses Haus

 

Weitere Vorstellungen: Di 15.5. / Sa 26.5. / Mi 30.5. / So 10.6. / Do 21.6. / Fr 22.6., jeweils 19.30 Uhr

Gastspiel in Lustenau: Di 12.6., 20.00 Uhr, Stückeinführung um 19.30 Uhr, Reichshofsaal Lustenau

 

Abo, Freier Verkauf, Preisklasse I

 

 

Besetzung

Tickets



„Beruhige Dich! ist das Schlimmste, das Du zu jemandem sagen kannst, der seine Ruhe verloren hat.“ aus "KUNST" von Yasmina Reza

 

Ist Kunst, was man darunter verstehen will? Oder was man dafür bezahlt hat?
Ein monochromes, weißes Gemälde ca. 1,20 mal 1,60 Meter ist das berühmteste Bild der Theatergeschichte. Erdacht hat es die Autorin Yasmina Reza, die dieses Bild zum Prüfstein einer Freundschaft macht.
Drei Männer, Serge, Yvan und Marc, sind seit Jahrzehnten befreundet. Als Serge für das weiße Bild ein kleines Vermögen ausgibt, kommt es zum Streit. Aus der Diskussion über moderne Kunst und darüber, was eine vielleicht doch nicht ganz weiße Leinwand wert sein könnte, entspinnt sich eine handfeste Auseinandersetzung – Weinkrämpfe, Wutausbrüche und Schlägerei inklusive. Das Kunstwerk dient als Katalysator, mit dessen Hilfe Yasmina Reza die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf die Probe stellt. Eine wortgewandte und psychologisch fein gezeichnete Komödie über die Spielregeln der Freundschaft.

Über die französische Dramatikerin Yasmina Reza wird gesagt, ihre Komödien seien so leicht, dass man gar nicht merkt, wie schwer sie sind. Seit ihrem Stück „KUNST” ist sie weltweit die meistgespielte Theaterautorin.

 

 

Pressestimmen

Ein Hoch auf den Kontrollverlust
Dünnhäutige Männer geben viel her, (…).
(…) Manchmal reicht dazu ein Wort, ein Blick oder eine Geste. Marcus Thill ist ein Schauspieler, der derartige Könnerschaft rasch abrufen kann. (…) Thill gibt den neuen Kunstbesitzer von vornherein auch in seiner Verletzlichkeit. (…) Sven Walser als Marc (…) weiß was er da anrichtete, wenn er ein monochromes Gemälde (…) als ‚Scheiße‘ abtut. (…) Marcus Calvin holt heraus, was herauszuholen ist, und zwar nach Möglichkeit auch enorme Stärke. (…) Die Jubelrufe am Kornmarkt hören sich im Übrigen nach einem gleich verteilten Gemisch von weiblichen und männlichen Stimmen an.
Christa Dietrich, Vorarlberger Nachrichten, 30.4.2018

(…) Die Darsteller in Bregenz agieren präzise und teilweise mit nicht wenig körperlichem Einsatz. Walser zeigt einen von Unsicherheit und Zweifeln geprägten Marc, der das mit einer gewissen Präpotenz zu überspielen versucht. Verwundbar ist auch Thills Serge und Marcus Calvin schafft mit seinem Yvan eine liebenswerte Figur, die stärker ist, als sie vordergründig zu sein scheint. (…) Ein vergnüglicher Abend, der von den Zuschauern am Ende mit großem Jubel und viel Applaus bedacht wurde.
Brigitte Kompatscher, Neue Vorarlberger Tageszeitung, 2.5.2018

(…) Die bestens aufgelegten Akteure spielten, stritten und tanzten sich zur Freude des Publikums durch den Abend. (…) Sven Walser als leicht überdrehter und angriffslustiger Freund Marc, Marcus Calvin als etwas wehleidiger Yvan und Marcus Thill als kunstliebender und etwas sturer Serge: Sie diskutieren, streiten und kämpfen sich lustvoll durch die Aufführung. (…) Ausstatter Frank Albert setzt das weiße Bild, um das es im Stück geht, im Bühnenbild via Videoprojektion in Szene – es leuchtet in der Mitte der Bühnenrückwand. (…) Ute Liepold führt mit leichter Hand durch den Abend und erlaubt ihren Darstellern so manche Tollerei (…).
kleinezeitung.at, 29.4.2018

(…) Mit Schauspielern wie Sven Walser, Marcus Thill und Marcus Calvin kann dabei eigentlich nichts schiefgehen. Nichts spricht gegen knapp zwei Stunden Unterhaltung auf dem Hochseil; wer nicht beharrlich geradeaus schaut, wird auch die Abgründe spüren, das grosse Nichts und Alles des Stücks. (…) Als Molières ‚Menschenfeind‘ Alceste hat Sven Walser schon letzte Spielzeit in Bregenz alle Register schroffer Unerbittlichkeit und Weltverachtung gezogen. Hier nun kann er als Marc in dieselbe Kerbe hauen. Zwischen jovial und gekränkt schwankt Serge (Marcus Thill) hin und her; Yvan (Marcus Calvin) kämpft mit besorgniserregendem rotem Kopf an allen Fronten. (…)
Bettina Kugler, St. Galler Tagblatt, 01.05.2018

(…) Selten wurde bei einer Aufführung am Kornmarkt so viel spontan gelacht. Die Qualität des Abends liegt aber auch darin, dass er inhaltlich nachhallt und ernstlich über die Sinnhaftigkeit von Selbstversicherungs-Systemen zu denken gibt. (…)
Marcus Thill gibt den kunstaffinen Snob Serge vortrefflich. Pantomime, Lacher, penetrante Weltsicht, alles passt perfekt. Sven Walser als Marc kostet die gewünschte Desillusionierung des kunstsammelnden Dermatologen komödiantisch hervorragend aus. Marcus Calvin als Yvan versteht es gekonnt, den Opportunismus genauso in Szene zu setzen, wie eine grelle Wehleidigkeit. (...)
Wolfgang Ölz, Vorarlberger Kirchenblatt, 03.05.2018

 

 

 





Bühne & Kostüm: Frank Albert

Regieassistenz: Fabian Schubert-Heil

Ausstattungsassistenz: Lilli Löbl

 

Marc: Sven Walser