Bild von Marco Spitzar: Sujet EFFI BRIEST, Glaserei, Glasanzüge, 2014, aquarelliertes Deckweiss mit Uhu auf Schuhkarton, 250 x 350 mm - Courtesy of Galerie artdepot Innsbruck

Theodor Fontane

EFFI BRIEST

Bühnenfassung von Ronny Jakubaschk

 

URAUFFÜHRUNG

 

Premiere: Fr 6. April 2018

Regie: Ronny Jakubaschk

Ausstattung: Anna Sörensen

 

„Ich bin nicht so sehr für das, was man eine Musterehe nennt.“

 

Effi Briest heiratet auf Wunsch ihrer Mutter den mehr als doppelt so alten Baron Geert von Innstetten. Sie ist eine unbeschwerte junge Frau, die sich von der Ehe neben Reichtum und einem vornehmen Haus vor allem ein abwechslungsreiches Leben erträumt. Doch statt auf Hofbällen und in der Oper findet Effi sich in einem trostlosen, engen Städtchen wieder, in dem sie Einsamkeit und Langeweile quälen. Innstetten hat als karrierebewusster Landrat nur wenig Zeit für seine Frau, die ein heimliches Verhältnis mit dem attraktiven Major Crampas beginnt und es sofort wieder beendet, als Innstetten den Umzug nach Berlin ankündigt. Sieben Jahre später, die Ehe zwischen Innstetten und Effi ist längst im Gleichklang, stößt Innstetten zufällig auf die schwärmerischen Liebesbriefe von Crampas. Aufgrund des Ehrenkodexes sieht er sich dazu gezwungen, sich trotz aller Selbstzweifel von seiner Frau zu trennen. Damit zerstört er Effi – und sich selbst mit.

 

Theodor Fontane beschreibt in seinem wohl bekanntesten Roman die tragischen Folgen gesellschaftlicher Konventionen, die einer jungen Frau am Ende des 19. Jahrhunderts zum Verhängnis werden. Die Fragen, die Fontane im Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf Selbstverwirklichung und dem Wunsch nach sicheren Ordnungsprinzipien aufwirft, sind dabei verblüffend gegenwärtig.