Bild von Marco Spitzar: Sujet EIN VOLKSFEIND, Graues Buch, Anzügliche Künstler, 2009, Edding Bundstift mit Uhu auf grauem Tonpapier, 700 x 500 mm - Privatbesitz

Henrik Ibsen

EIN VOLKSFEIND

 

Premiere: Sa 13. Jänner 2018

Weitere Aufführungen: Di 16.01. / Fr 09.02. / So 11.02. / Do 01.03. / Mi 14.03. / Sa 17.03., jeweils 19.30 Uhr, Grosses Haus

 

Regie: Matthias Rippert

Ausstattung: Selina Traun

 

„Man sollte nicht seine besten Hosen anziehen, wenn man losgeht, um für Freiheit und Wahrheit zu kämpfen.“

Dr. Stockmann, Kurärztin in einem beschaulichen Städtchen, stellt fest, dass die Heilquelle des Badebetriebs durch Abwässer verschmutzt ist. Ihrer Meinung nach muss das Untersuchungsergebnis sofort veröffentlicht und das Bad geschlossen werden. Die Redaktion der Lokalzeitung unterstützt die Ärztin in ihrem Vorhaben, bis ihr Bruder, der Bürgermeister, die hohen Umbaukosten, den drohenden Imageschaden und den Einnahmeverlust für die Stadt als Argumente ins Feld führt. Er schlägt vor, eine neue Studie in Auftrag zu geben. Die Bevölkerung beginnt, an der Glaubwürdigkeit der Ärztin zu zweifeln. Als sie auf einer Volksversammlung nicht nur das Wasser, sondern das gesamte Bürgertum der Stadt als vergiftet bezeichnet, erklärt man sie zum Volksfeind.

Henrik Ibsens Stück aus dem Jahre 1882 beschreibt die Spannungsverhältnisse in einer Demokratie. Zwischen Geld und Moral stellt Ibsen die entscheidenden Fragen: Wer hat Recht? Wer hat die Macht? Und gibt es tatsächlich alternative Fakten?