Bild von Marco Spitzar: Sujet LIEBELEI, Braunes Buch, Big Business, 2011, Buntstift mit Uhu auf Kontorpapier, 300 x 415 mm - Privatbesitz

Arthur Schnitzler

LIEBELEI

 

Premiere: Fr 22. September 2017

Regie: Rudolf Frey

Ausstattung: Madeleine Boyd

 

„Es ist ja möglich, dass wir einmal überhaupt nicht ohne einander leben können, aber wissen können wir's ja nicht, nicht wahr? Wir sind ja nur Menschen.“

 

Wien um die Jahrhundertwende: Theodor und Fräulein Mizi sind ein ungleiches Paar. Er kommt aus besserem Hause, sie nur aus einfachen Verhältnissen. Beiden ist klar, dass ihre Beziehung nicht für die Ewigkeit gemacht ist und man sich eines Tages wieder trennen wird, um unter seinesgleichen zu heiraten. Dem zweiten Paar im Stück, Fritz und Christine, fällt es schwerer, sich zwischen Gefühlen und Konventionen einzurichten. Für den Studenten Fritz Lobheimer soll das süße Mädel Christine nur eine unverbindliche Liebelei, eine Ablenkung, ein Zeitvertreib bleiben, der ihm über die unglückliche Affäre zu einer verheirateten Dame hinweghilft. Für Christine aber ist Fritz die Liebe ihres Lebens. Als Fritz im Duell stirbt und sie erfährt, dass er für eine andere in den Tod ging, will Christine ihrem Leben ein Ende setzen.

 

Mit LIEBELEI feierte Arthur Schnitzler seinen ersten großen Bühnenerfolg. Das Stück zählt neben dem REIGEN zu seinen bekanntesten. Sein dramatisches Liebesgedicht zeigt eine prosaische, rücksichtslose Welt, in der der Traum vom kleinen Glück nicht ohne Gegenleistung zu haben ist. Wer nicht gelernt hat, nach den gesellschaftlichen Regeln zu spielen, wird untergehen.