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DIE FRAU VOM MEER

Henrik Ibsen | Deutsch von Hans Egon Gerlach Inszenierung: Danielle Fend-Strahm

Ellida Wangel: eine Frau, gefangen in der Enge eines konventionellen Lebens, getrieben von einer unbändigen, unbestimmten Sehnsucht – einer Sehnsucht nach etwas, das sie selbst nicht ganz greifen oder benennen kann. Immer wieder treiben die Gedanken der Arztfrau hinaus zum Wasser, zum wilden Ozean, zum Offenen: zu einer Vergangenheit, die sie nicht loslässt. Erstickt von der Sicherheit und Fürsorge ihres Ehemanns, findet sie sich verfolgt von der Erinnerung an eine alte Liebe. Ein Seemann, der ihr einst ein Versprechen abnahm, ist nach Jahren zurückgekehrt. Und Ellida gelangt an einen Wendepunkt, der ihr Leben und das ihrer Familie für immer verändern kann.

DIE FRAU VOM MEER stellt Fragen von existenzieller Dringlichkeit. Was bedeutet es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Wie viel Freiheit erträgt eine Beziehung? Und kann man sich je ganz von der Vergangenheit lösen?

Es geht um Autonomie, das Recht auf einen eigenen Weg, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen. Doch während Ibsens Protagonistinnen diesen Kampf sonst oft mit Trotz oder offener Rebellion führen, ist Ellidas Konflikt leiser, innerlicher. Ihre Sehnsucht schreit nicht laut hinaus, sie wächst und nimmt nach und nach mehr Raum ein, tief in ihr, Tag für Tag, drängend und unausweichlich.

Eine Geschichte von großer emotionaler Wucht. Eine Geschichte über die Suche nach dem Selbst und individueller Freiheit. Eine Geschichte über das, was bleibt, wenn die Wellen sich glätten – und über das, was immer weiterruft.

Publikumsgespräch: So, 3. Mai, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei)

*2:1-Aktion am So, 3. Mai - Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.

 

Download: Programmheft (PDF © Julia Benning)

 

Mit Elias Baumann  / Isabella Campestrini  / Tobias Fend  / Luzian Hirzel  / Maria Lisa Huber  / Nurettin Kalfa
Inszenierung: Danielle Fend-Strahm  / Bühne und Kostüm: Matthias Strahm  / Musik: Moritz Widrig  / Licht: Simon Tamerl  / Dramaturgie: Tobias Fend

Matineegespräch

So, 15.02.2026, 11.00 Uhr
Eintritt Frei

Premiere

Sa, 21.02.2026, 19.30 Uhr
Tickets

Vorstellungen

Di, 24.02.2026, 19.30 Uhr
Fr, 27.02.2026, 19.30 Uhr
Sa, 02.05.2026, 19.30 Uhr
So, 03.05.2026, 19.30 Uhr
Mi, 13.05.2026, 19.30 Uhr
Tickets

Vormittags­vorstellung

Mi, 13.05.2026, 10.00 Uhr
Anfrage
 

Dauer

ca. 2 Stunden 40 Minuten, inkl. Pause

Pressestimmen

"Huber zeichnet Ellidas Zerrissenheit mit kontrollierter Intensität. Ihr Spiel bleibt klar und stets unter Spannung. Campestrini verleiht Bolette eine tragische Entschlossenheit. Hirzel überzeugt in seiner Doppelrolle als Lehrer und Tochter mit feiner Ironie und schneidender Präsenz. Kalfa setzt virtuose Pointen, indem er die bornierten Ansichten seiner Figur mit beinahe kindlicher Naivität vorträgt. Baumann verleiht Dr. Wangel Erdung und Gravität, während Fend als Fremder weniger als konkrete Figur denn als Projektion wirkt, als erotischer Möglichkeitsraum und zugleich als bedrohliche Erinnerung. Regisseurin Danielle Fend-Strahm (Cafe Fuerte) hat "Die Frau vom Meer" überzeugend klassisch inszeniert. Auch das Zusammenspiel des Landestheater-Ensembles (Huber, Hirzel, Campestrini, Kalfa) mit Gastschauspieler Baumann und den Fuerte-Vertretern Fend, Moritz Widrig (Musik) und Fend-Strahm lässt hoffen, dass noch weitere Kooperationen folgen werden." Sebastian Vetter, NEUE, 26.2.2026

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