MACBETH
William Shakespeare Inszenierung: Johannes Lepper
„Sieh aus wie die unschuldige Blume, aber sei die Schlange darunter.“ – Lady Macbeth
Der schottische Heerführer Macbeth erhält nach einer siegreichen Schlacht die Prophezeiung, er werde König werden – eine Vorhersage, die eine Spirale aus Ehrgeiz, Intrigen und Gewalt in Gang setzt. Angefeuert von seiner machthungrigen Frau und seinem eigenen wachsenden Größenwahn ermordet Macbeth König Duncan und besteigt selbst den Thron. Doch mit der Macht wächst auch seine Angst, sie wieder zu verlieren. Mehr und mehr Menschen fallen Macbeths Zweifeln und seiner immer zügelloseren Gewalt zum Opfer – bis sich das Schicksal schließlich gegen ihn wendet.
Shakespeares Drama vom Aufstieg und Fall des Macbeth: eine bestürzend zeitlose Geschichte von Fake News und Verrat, von Machtdynamik, Manipulation und moralischem Verfall. Die Geschichte eines Mannes, der sich zunächst als Held sieht, doch durch sein Handeln zum Tyrannen wird.
Und immer wird dabei auch die Frage nach Schicksal und freiem Willen verhandelt: Ist Macbeth unaufhaltsam dem vorherbestimmten Lauf der Dinge ausgeliefert, so wie man es ihm prophezeite? Oder sind es seine eigenen Entscheidungen, die ihn in den Abgrund reißen? Diese Ambivalenz macht das Drama auch heute noch so spannend – und so verstörend. Denn MACBETH beschreibt nicht nur den Irrweg eines Einzelnen, sondern führt uns auch vor Augen, wie verführbar wir Menschen sind, wenn man uns die Verlockungen der Macht in Aussicht stellt.
Publikumsgespräch: Fr, 10. Oktober, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei)
*2:1-Aktion am So, 16. November - Weil's zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.
Download: Programmheft (PDF, Julia Benning)
Download: Begleitmaterial (PDF)
Audioeinführung von Elias Lepper (Dramaturg)
Inszenierung und Bühne: Johannes Lepper / Kostüm: Sabine Wegmann / Licht: Tom Barcal / Dramaturgie: Elias Lepper / Michael S. Wilhelmer
Matineegespräch
Premiere
Vorstellungen
Vormittagsvorstellung
Dauer
2 Stunden 45 Minuten, inkl. PausePressestimmen
"Über 20 Rollen hat William Shakespeare für "Macbeth" vorgesehen, Regisseur Johannes Lepper kommt am Vorarlberger Landestheater mit fünf Personen aus. Sie haben viel zu tun, um den Aufstieg und Fall eines Tyrannen nicht eindimensional, sondern in seiner zeitlosen Aktualität zu erzählen und psychologisch zu durchleuchten. Das gelingt. Auch das Premierenpublikum hat das am Samstagabend in Bregenz mit viel Applaus bestätigt. [...] Eine kleine Geste, die mitunter einen Gedanken beschreibt, und ein Variieren der Stimme reichen den Schauspielern. Die Texte bei aller gebotenen Dynamik dabei nicht emotional zu überladen ist eine starke Leistung aller und sowieso ein Plus der Inszenierung. Kein Gekreische, kein Gesäusel, kein Geschrei, man versteht jedes Wort,
begreift den Albtraum und sieht den Abgrund, den sich Macbeth geschaffen hat und auf den er sich hinbewegt." Christa Dietrich, APA, 21.9.25
"Großartig: Maria Lisa Huber als Lady Macbeth. Jede Sekunde ist glaubwürdig – sie verführt,manipuliert, reißt das Publikum mit sich. Sie hat nicht nur ihren Gatten, sondern auch die Zuschauer:innen in ihrer Hand. Und dann Raphael Rubino: ein Macbeth von absoluter Sonderklasse. Sein Spiel betört undverstört zugleich, reißt mit und begeistert. Ob treuer Blick, absoluter Wahnsinn oder eiskalte Grausamkeit – Rubino schöpft alles aus. Lächelnd wetzt Macbeth die Messer und erkennt sichselbst nicht wieder. Das Landestheater hat zur Eröffnung der neuen Spielsaison harte Kost serviert – in kreativerUmsetzung, gespickt mit Witz und absurden Ideen. Zeitgemäß, relevant, eindringlich. Das Publikum dankte mit großem Applaus – und verließ den Saal ungewöhnlich leise, in Gedanken versunken." Dagmar Ullmann-Bautz, Kulturzeitschrift, 21.9.25





