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DIE VÖGEL

Aristophanes Inszenierung: Johannes Lepper

Man stelle sich vor: Ein Glücksritter und ein Wirtschaftshasardeur beschließen, in die Politik zu gehen. Mit großen Versprechungen verführen sie ein naives Volk dazu, ihnen die Macht zu übertragen, beginnen, einen Staat nach ihren Vorstellungen zu formen – und nutzen schließlich die strategisch günstige Position dieses Neustaates, um den Nachbarländern Tribut abzupressen, eine neue Weltordnung zu schaffen, die ganz an ihren eigenen Interessen ausgerichtet ist. Wolkenkuckucksheim first, sozusagen.

Aristophanes verfasste seine märchenhafte Komödie DIE VÖGEL vor beinahe zweieinhalb Jahrtausenden als bissige – und ausgesprochen unterhaltsame – Kritik an der politischen Macht Athens, als eine Art antiken Kabaretts mit viel Wortwitz und einer Menge Spott für die Prominenz seiner Zeit. Dennoch fällt es nicht schwer, in den Handlungsschemata seiner beiden Protagonisten die Parallelen zum Heute zu sehen, zu den Demagog:innen, deren größtes politisches Geschick darin besteht, beim Wahlvolk einen entscheidenden Nerv zu treffen: „Wahrhaftig, ich sehe einen großen Plan im Volk der Vögel und Macht, die entstehen könnte, wenn ihr euch von mir überreden ließet.“

Hier gelangen Sie zum Programmheft zu DIE VÖGEL

Hier können Sie das Begleitmaterial zu DIE VÖGEL herunterladen.

Mit Vivienne Causemann  / Zoe Hutmacher  / Rahel Jankowski  / David Kopp  / Raphael Rubino  / Sebastian Schulze
Regie & Bühne: Johannes Lepper  / Kostüm: Sabine Wegmann  / Dramaturgie: Stephanie Gräve

Matinee

So, 23.05.2021, 11.00 Uhr

Premiere

Sa, 29.05.2021, 19.30 Uhr

Tickets

Vorstellungen

Di, 01.06.2021, 19.30 Uhr
Mi, 02.06.2021, 19.30 Uhr
Do, 10.06.2021, 19.30 Uhr
Fr, 11.06.2021, 19.30 Uhr
Sa, 12.06.2021, 19.30 Uhr
So, 13.06.2021, 19.30 Uhr

Tickets

 

Wir bitten Sie, Einzeltickets telefonisch zu reservieren: +43 (0) 5574 42 870 600

 

Pressestimmen

„Mit viel Musik und Witz, zahlreichen Referenzen auf die Gegenwart, einem dynamischen Ensemble und pfiffigen Ideen bringt Johannes Lepper ‚Die Vögel‘ auf die Bühne des Vorarlberger Landestheaters. […]

Als Gast am Landestheater gibt sich Raphael Rubino in der Rolle des Pistethairos sehr geschickt, wenn es darum geht, die Vögel zu ihrem neuen Staat zu überreden. Im Verlauf des Stücks zeigt er den Zuschauern sein tolles Spiel mit Körper und Mimik, aber auch seine Wandlungsfähigkeit. Ob mit Kochschürze und Unterhose am Grill, oder im goldigen Generalsmantel seine Macht ausspielend: Rubino passt sehr gut in diese Inszenierung. Als Pistethairos Gefährte, später auch in weiteren Rollen, amüsiert Sebastian Schulze, der übrigens ab Herbst als fixes Ensemblemitglied tätig sein wird. Auch er beweist Flexibilität und bietet dem Publikum so einiges. Dem steht auch der Chor der Vögel um nichts nach, in den sich David Kopp, unter anderem als Wiedehopf im Einsatz, gelegentlich einfügt. Der Sprechchor bereichert mit viel Gefühl für Rhythmus und mit präziser Ausführung die Inszenierung, und übermittelt dabei auch originale Textpassagen sehr schön. Die Glitzer-Outfits von Sabine Wegmann sorgen für die richtige Portion Glamour. […]

Als das ‚Wölkenkuckucksheim‘ errichtet ist, treffen neben Politikern noch andere merkwürdige Figuren ein, die sich allesamt entblößen und wieder fortgejagt werden. Da ist der Priester (Vivienne Causemann), der sich nicht an die neuen Verhältnisse anpassen kann und immer noch die ‚alte Litanei‘ betet. Aus dem Dichter wird der rappende ‚MC Prolo‘ (Rahel Jankowski). Darauf folgt die schwäbische Finanzberaterin Christine Kempten (Causemann), die von ‚Luschtgewinn‘ spricht. Alle Darsteller tragen viel zum Gelingen dieser Inszenierung bei, nicht zuletzt Zoe Hutmacher, die unter anderem souverän den Chor der Vögel anführt. Musikalisch tun sich viele Facetten auf, von Sinatra bis Tschaikowski reicht das Spektrum. Lepper zeichnet auch für die Bühne verantwortlich, die zwar mit den Bildern von Herlinde Koelbl schöne Bilder erzeugt, aber auch gelegentlich offene Fragen hinterlässt. Nichtsdestotrotz: eine runde Sache, und vor allem unterhaltsam und lustig.“
Lisa Kammann, NEUE, 01.06.2021

"'Die Vögel' von Aristophanes erhalten am Vorarlberger Landestheater treffende Schärfe und Dynamik.

Nur Langeweile sollte sich nicht einstellen, wenn Peisthetairos und Euelpides aus Athen wegziehen, um – voller Eigennutz – mit den Vögeln einen utopischen Staat, ein Wolkenkuckucksheim zu gründen, das die Götter wie die Menschen in Schach halten soll. Johannes Lepper [...] läuft jedenfalls nicht Gefahr, das Publikum zu ermüden. Sein von Sabine Wegmann schillernd kostümiertes Federvolk ist auch keine Masse von allzu leichtgläubigen Tölpeln, die Machtübernahme erfolgt über perfid formulierte Versprechungen [...] Zwischen Chansons oder allseits bekannten Nummern von Kurt Weill, Tschaikowsky und Richard Wagner tritt so viel Heuchelei, Dummheit, Chauvinismus und Eitelkeit zutage, dass das Treiben zwei Stunden lang in Fahrt bleibt.

Dass die Ibiza-Nummer [...] hier absolut unaufgesetzt bzw. sogar gut platziert wirkt, ist der Dynamik zu verdanken, die das auch musikalisch überzeugende Team mit Sebastian Schulze, David Kopp, Zoe Hutmacher, Vivienne Causemann und Rahel Jankowski um den großartigen Raphael Rubino als Peisthetairos aus dem Effeff beherrscht. 'Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selbst' heißt es, entliehen von Brecht, irgendwann einmal. Oft [...] verwendet ist die Aufforderung zur Reflexion vor allem dann gegeben, wenn eine Inszenierung dabei nicht zur Parabel verkommt. 'Die Vögel' am Landestheater sind weit davon entfernt, und im Übrigen sind auch die Verweise auf einen lästigen Sexismus bestens eingestreut. Das heftig applaudierende Publikum [...] dürfte sie erkannt haben."
Christa Dietrich, Vorarlberger Nachrichten, 31.5.2021

"Auf der durchwegs erfreulichen Seite liegen die tollen Kostüme von Sabine Wegmann und die bewunderungswürdigen Leistungen sämtlicher Darsteller: Raphael Rubino, Sebastian Schulze, David Kopp, Zoe Hutmacher, Vivienne Causemann und nicht zuletzt die famose Rahel Jankowski."
Anna Mika, Kronen Zeitung, 31.05.2021 

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