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LENZ

Georg Büchner Inszenierung: Jürgen Sarkiss

Lenz: Die Flucht eines Künstlers vor sich selbst, eine Flucht in den Wahnsinn. Von Büchner verfasst während seiner eigenen Flucht vor den Behörden. Und mit dem Mut, sich wirklich großen Fragen zu stellen: Was ist Wahrnehmung und was Wirklichkeit und was ist mit all dem, was dazwischenliegt? Was darf als geisteskrank gelten und ist dieses „Kranke“ nicht eigentlich auch ein natürlicher Teil unseres Geistes?

Der Schriftsteller Peter Schneider, der den Stoff einst selbst erzählerisch neu interpretiert hatte, befand vor mehr als 40 Jahren: „Ich glaube nicht, dass Büchners Lenz heute aktueller ist als zu irgendeiner Zeit. Dieser Text wird sich jeder Generation direkt mitteilen, die ‚mit den Händen an den Himmel stößt‘.“
Dem schließen wir uns an – und finden dennoch neue Facetten im klassischen Werk: Denn Büchner übernahm große Teile des Textes aus den historischen Berichten über Lenz, er kopierte, strich und fügte hinzu und zettelte so eine nicht enden wollende Debatte über die Legitimität solchen Tuns in der Kunst an – eine Debatte, die im Kontext der heute florierenden Sampling-Kultur wieder heftiger geführt wird denn je.

Download: Programmheft LENZ (PDF)

Mit Nico Raschner Lenz
Regie: Jürgen Sarkiss  / Bühne & Kostüm: Tassilo Tesche  / Dramaturgie: Ralph Blase

Premiere

So, 28.11.2021, 18.00 Uhr
Online

Tickets

 

Weitere Termine ab Frühjahr 2023

 

 

Dauer

ca. 50 Minuten

Pressestimmen

„Da hat alles gepasst, die Regie von Jürgen Sarkiss, das Bühnenbild und das Kostüm von Tassilo Tesche, Licht und Ton von Marco Kelemen, Simon Prantner und Sandro Todeschi, Beleuchtung Arndt Rössler, Fotografie Sarah Mistura und die vielen Assistent:innen, wegen denen man beim Abspann sitzen bleibt wie in guten Kinos, um den Mitwirkenden Respekt zu zollen. […]

Das Stück in seiner ganzen dramatischen Wucht wirkt noch stundenlang nach. […] Nico Raschner ist nicht nur als Schauspieler in diese Rolle des Lenz hineingeschlüpft, das Stück mit diesem verrückten Text hat ihn auch hereingeholt und auf die Bühne gestellt. Dass ihm der Text so beeindruckend authentisch über die Lippen kam, hat nicht nur mit seinem großen Talent als Schauspieler zu tun. Es geht auch um eine Empathie den Figuren gegenüber, die uns das Theater zum Diskurs anbietet. Dazu ist Theater ja da. Zur Unterhaltung und zur Auseinandersetzung. Doch: dass einer so überzeugend brillieren kann, braucht es viele Akteurinnen und Akteure im Hintergrund des Bühnenlichts.“
Peter Niedermair, KulturZeitschrift, 29.11.2021

„[…] Mit einem beachtlichen Körpereinsatz und reich an Effekten brachte Solodarsteller Nico Raschner unter der Regie von Jürgen Sarkiss am Sonntagabend den ‚Lenz‘ auf die kleine Bühne in der Box des Vorarlberger Landestheaters - vorerst, um das Stück im Livestream erlebbar zu machen. […]

Dieser Lenz vermag es, manches Mal Wege aus dieser einsamen Echokammer zu finden, er richtet sich über den direkten Blick in die Kamera an den Zuschauer. Im Gespräch mit seinem Freund Christof Kaufmann setzt sieh Lenz leidenschaftlich für sein am Realismus orientiertes Kunstverständnis ein - eine paradoxe Situation, die noch verschärft wird, indem sieh Raschner als Dialogpartner ein Gesicht auf einen Fetzen zeichnet. Der Darsteller nutzt alle Mittel zum extremen Ausdruck, die ihm der Raum bietet, auch das Schlagzeug. Nach dramatischen Szenen - als etwa Lenz sich vornimmt, ein totes Mädchen wiederzubeleben - setzt die Apathie ein. Die Streaming-Premiere verspricht also ein intensives Theatererlebnis.“
Lisa Kammann, NEUE Vorarlberger Tageszeitung, 30.11.2021

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