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PÜNKTCHEN UND ANTON

Erich Kästner Inszenierung: Catharina May

Auch Erich Kästners Pünktchen und Anton wollten wir eigentlich schon im vergangenen Jahr spielen. In diese Saison passt die Produktion aber sogar noch ein bisschen besser, denn nun ist es genau 90 Jahre her, dass die wundervolle Geschichte zum ersten Mal Kinderherzen öffnete.

Bis heute hat der Stoff nichts von seiner Aktualität verloren – und das ist leider keine gute Nachricht. Schließlich geht es nicht nur um ein großes Abenteuer der Titelheld:innen, um einen Ganoven, einen hinterlistigen Plan und die Wendung zum Guten, sondern auch um das sehr wirkliche Nebeneinander kaum miteinander zu versöhnender Welten: Als Pünktchen, Tochter wohlhabender Eltern, auf Anton trifft, den buchstäblich bettelarmen Sohn einer kranken, alleinerziehenden Mutter, wird die Begegnung zum raren Berührungspunkt zweier Sphären, die auch in unserer Gegenwart noch unvereinbar scheinen.
Vielleicht braucht es Kinderaugen, um zu erkennen, dass an diesem Gefüge, das wir als selbstverständlich und unvermeidlich hinnehmen, etwas einfach nicht ganz richtig ist.

Eine Geschichte mit moralischer Botschaft, aber nie moralisierend, mit Tiefgang, aber ohne erhobenen Zeigefinger, dabei so aufregend wie lustig, so spannend wie berührend und liebevoll erzählt. Ein echter Kästner eben. Kein Wunder also, dass Pünktchen und Anton nach wie vor zu den beliebtesten Büchern für ein junges Publikum zählt – und dass Kinder das Schicksal der Figuren ebenso wie ihre aufregende Geschichte selbst so viele Jahrzehnte nach ihrer Entstehung noch begeistert und atemlos verfolgen.

Hier gibt es das Programmheft zu PÜNKTCHEN UND ANTON als Download.

Mit Bo-Phyllis Strube  / Vivienne Causemann  / Luzian Hirzel  / Maria Lisa Huber  / David Kopp  / Nico Raschner  / Sebastian Schulze
Inszenierung: Catharina May  / Bühne: Jenny Schleif  / Kostüm: Wicke Naujoks  / Musik: Matthias Grote  / Dramaturgie: Ralph Blase  / Ausstattungsassistenz: Leslie Bourgeois

Premiere

Sa, 20.11.2021, 19.30 Uhr

Tickets

Vorstellungen

So, 19.12.2021, 16.00 Uhr
Fr, 31.12.2021, 18.00 Uhr
So, 02.01.2022, 16.00 Uhr
So, 02.01.2022, 19.30 Uhr
So, 09.01.2022, 16.00 Uhr

Tickets

Vormittags­vorstellungen

Mo, 13.12.2021, 09.30 Uhr
Di, 14.12.2021, 09.30 Uhr
Mi, 15.12.2021, 09.30 Uhr
Do, 16.12.2021, 09.30 Uhr
Mo, 20.12.2021, 09.30 Uhr
Di, 21.12.2021, 09.30 Uhr
Mi, 22.12.2021, 09.30 Uhr
Do, 23.12.2021, 09.30 Uhr
Mi, 12.01.2022, 09.30 Uhr
Do, 13.01.2022, 09.30 Uhr
Mi, 19.01.2022, 14.00 Uhr
Do, 20.01.2022, 09.30 Uhr
Do, 20.01.2022, 14.00 Uhr
Fr, 21.01.2022, 09.30 Uhr

Anfrage

Auswärts

Sa, 08.01.2022, 15.00 Uhr

Anfrage
 

Dauer

ca. 80 Minuten

Pressestimmen

[…] „Das Schöne an dieser Inszenierung ist, dass es gelingt, die einfache Geschichte mit witzigen Details so zu überzeichnen, dass die Moral in luftig-leichter Verpackung daherkommt und vielleicht gerade deshalb auch nach dem Theaterbesuch beschäftigt. Die Bühne von Jennifer Schleif mit den verschieb- und aufklappbaren Häuschen bildet einen schönen Rahmen mit Seilakrobatik werden Traumszenen deutlich und die Kostüme von Wicke Naujoks sind so kunterbunt, dass sie die Aufmerksamkeit einer comicsverwöhnten Generation erreichen. Die Musik (Matthias Grote) ist stimmig, man hätte sie sich da und dort aber noch etwas eingängiger und akzentuierter gewünscht. Das ist aber nur ein Detail, das Ensemble liefert in jeweils mehreren Rollen Bravourleistungen.

Luzian Hirzel erzeugt als Zeigefinger und Berta besten Theaterzauber, Vivienne Causemann ist ein derart agiler Klepperbein und eine derart skurrile Mutter, dass das Stimmungsbarometer unweigerlich steigt, Nico Raschner zeigt ein rührendes Auftauen des Vaters, Bo-Phyllis Strube gelingt es den inneren Konflikt des Fräulein Andacht in den kleinen Momenten, die ihr zur Verfügung stehen, zu verdeutlichen. Und dann ist da ja das Pünktchen, mit dem Maria Lisa Huber Neugierde, Verletzbarkeit, aber auch die Kraft eines Kindes zeigt. Dass der erfahrenere Anton nicht altklug wirkt, ist das Verdienst von Sebastian Schulze. Er hat den Part des erkrankten David Kopp kurzfristig übernommen und zeigt uns einen Jungen, der das Empathievermögen trotz seines harten Schicksals noch in sich trägt. […]

Hier geht alles wunderbar gut aus, ‚Pünktchen und Anton‘ macht sehr viel Spaß, es steckt aber auch sehr viel Ernstes in diesem Kinderbuchklassiker, das die Inszenierung mit feinen Verweisen auf den Punkt bringt.“

Christa Dietrich, Vorarlberger Nachrichten, 21.11.2021

 

[…] „Mit einem Tag krankheitsbedingter Verspätung kam nun die Premiere am Wochenende doch noch auf die Bühne: Sebastian Schulze ist dafür anstelle von David Kopp buchstäblich von heute auf morgen in die gelben Knickerbockerhosen (Kostüme: Wicke Naujoks) geschlüpft und spielt Kästners grundsympathischen Musterknaben, als sei er schon immer einer wie Anton gewesen. Chapeau!

Maria Lisa Huber als Pünktchen alias Luise Pogge macht es ihm leicht; mit ihrem ziemlich lauten kindlichen Charme und ihrer übersprudelnden Fantasie wird auch der Ernst des Lebens spielerisch, ein Abenteuer. Wer hätte nicht gern eine solche Freundin? Und einen so gutherzigen Freund wie Anton? Diese Botschaft (wenn man es denn so nennen will) leuchtet bonbonbunt aus den knapp gehaltenen Szenen hervor - noch stärker als Kästners Moral, seine ‚Nachdenkereien‘, die im Buch jedes Kapitel zusammenfassen. […]

Hirzel hat, wie viele heutzutage (und auch zu Kästners Zeiten), mehrere Jobs; er ist auch alter Herr, Kellner, Polizist, vor allem aber und mit Leib und Seele die dicke Berta: die patente, im besten Sinne schlagfertige Köchin im Hause Pogge. Zu Pünktchens Glück, denn ansonsten hat das Kind wenig Zuwendung. Der Vater (Nico Raschner) macht Geschäfte, Frau Pogge (Vivienne Causemann) Shoppingtouren; danach hat sie Migräne. Und einem Kinderfräulein wie der Andacht (Bo-Phyllis Strube) würden Eltern, die auch nur eine Minute lang genauer hinschauen, ihr Kind sicher nicht anvertrauen.

Noch immer steckt genug Moral in der Geschichte; doch sie kommt fröhlich und mit Schwung über die Rampe, so schwungvoll, wie die Schauspielerinnen und Schauspieler die schlichten Hauselemente aus Holz (Bühne: Jennifer Schleif) drehen, auf- und zuklappen, in Grossstadtstrassen oder Wohnstuben verwandeln. Gefühlig wird es nie, da hält es die Regie und Ausstattung mit den bekannten Illustrationen Walter Triers in der Originalausgabe: knapp karikierend, mit Sympathie für jene, die sie verdient haben. Dazu muss man nach der Premiere unter unglücklichen Vorzeichen all jene zählen, die sie mitgetragen haben. Und die jetzt hoffen, dass der erneute Stubenarrest für die Kultur in drei Wochen vorbei ist.“

Bettina Kugler, St.Galler Tagblatt, 22.11.2021

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