Kartenbüro
Montag bis Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr
sowie Freitag 13.30 bis 17.30 Uhr

Kornmarktplatz
A 6900 Bregenz
T +43 (0)5574 42 870–600
ticket@landestheater.org

ABENDKASSA
Ab zwei Stunden telefonisch
erreichbar und eine Stunde vor
Vorstellungsbeginn vor Ort:
T +43 (0)5574 42 870–600

Rund und um die Uhr Karten kaufen:
Hier geht‘s zum Online-Kartenverkauf!

EINFACH UND MOBIL
Die Ticket-Gretchen App gleich
hier kostenlos downloaden!
Vorarlberger Landestheater Vorarlberger Landestheater

GELD, PARZIVAL

Joël László - Uraufführung Inszenierung: Olivier Keller

Was ist uns heute noch heilig, was ist der Gral, dem wir alle nachjagen, das Ziel, zu dem wir alle streben? Die Frage ist rhetorisch, denn die Antwort kennt jedes Kind: Du bist, was du hast. Besitz verleiht Macht. Reichtum macht glücklich.
Essenzielle menschliche Bedürfnisse wie Wohlbefinden, ein angstfreies Leben, Zufriedenheit sind längst kommodifiziert. Bessere medizinische Versorgung kann man kaufen. Einen sicheren Wohnort muss man sich leisten können. Seelische Gesundheit ist eine Ware, per App optimiert, im praktischen Abo.
Die Bearbeitung des Parzival-Stoffes, die der Dramatiker Joël László als Auftragswerk für das Vorarlberger Landestheater und Theater Marie entwickelt, blickt tief in das Herz unseres besitzgetriebenen Systems, untersucht seine mannigfaltige Wirkung auf die menschliche Seele des Einzelnen ebenso wie auf unser Sozialgefüge in seiner Gänze, erforscht den Einfluss einer hochliberalen Wirtschaftsordnung auf tradierte Werte wie Solidarität, Empathie und Gerechtigkeitsempfinden. Und nähert sich dabei der Vorlage ganz eigensinnig:
„Wolfram von Eschenbachs PARZIVAL lässt sich kaum nacherzählen und schon gar nicht in einigen Zeilen zusammenfassen. Meine Bearbeitung des Stoffs versucht sich mutwillig an dieser Fülle zu orientieren und eine Mitschrift und Überschreibung zu liefern, die sich einem Zuviel an Handlungen und Personal öffnet. Sie visiert dabei eher den Horizont einer Netflix-Miniserie an, als von Anfang an ein neunzigminütiges Kondensat im Auge zu haben“, kündigt László uns an. Wir sind gespannt!

Koproduktion mit dem Theater Marie

Hier gelangen Sie zum Programmheft zu GELD, PARZIVAL

2:1-Aktion –Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt am Mittwoch, 14. Oktober 2020

Aufgrund der aktuellen Situation rund um die COVID-19 Pandemie ist es nicht möglich ein Publikumsgespräch zu veranstalten - stattdessen gibt es am Sonntag 15. November um 11.00 Uhr eine zusätzliche MATINEE mit Intendantin Stephanie Gräve, Olivier Keller (Inszenierung) und Patric Bachmann (Dramaturgie), beide vom Theater Marie.

Mit Jessica Cuna  / Grégoire Gros  / Lina Hoppe  / Ingo Ospelt  / Suly Röthlisberger  / Andri Schenardi  / Sandra Utzinger  / Daniel Steiner
Inszenierung: Olivier Keller  / Bühne: Dominik Steinmann  / Kostüm: Tatjana Kautsch  / Musik: Daniel Steiner  / Video: David Röthlisberger  / Licht: Andreas Bächli  / Dramaturgie: Patric Bachmann
Zurück zur Übersicht
 

Matinee

So, 27.09.2020, 11.00 Uhr
So, 15.11.2020, 11.00 Uhr

Vorstellungen

So, 04.10.2020, 19.30 Uhr
Di, 13.10.2020, 19.30 Uhr
Mi, 14.10.2020, 19.30 Uhr
Do, 22.10.2020, 19.30 Uhr
Fr, 23.10.2020, 19.30 Uhr
Sa, 14.11.2020, 19.30 Uhr
So, 15.11.2020, 19.30 Uhr

Tickets
die Buchung von Einzeltickets bitte unter +43 (0) 5574 42 870 600
 

Dauer

ca. 110 Minuten, ohne Pause

Pressestimmen

„Die Uraufführung von ‚Geld, Parzival aus der Feder von Joël László am Sonntagabend in Bregenz ist bunt, schillernd, etwas frivol und zynisch. Dem Publikum gefiel's. […] Dank einer souveränen Ensemble-Leistung wird das Stück in den 110 Minuten flüssig erzählt. Noch gesondert ist Sandra Utzinger zu erwähnen. Sie spielt den Erzähler Koyote auf Metall-Stelzen und treibt die Geschichte gut voran. Neben dem Klimpern des Geldes sorgt Daniel Steiner am Schlagzeug für guten Sound.“
Mona Egger-Grabher, APA, 5.10.2020

„Am Ende lernt Parzival Empathie in den Slums und in Trevrizents Kehrichtverbrennungsanlage. Das hat alles viel Reiz und ist schlau konzipiert, auch sehr witzig im Zugriff auf Wolfram von Eschenbach.“
Andreas Klaeui, nachtkritik, 5.10.2020

„Für die Bregenzer Inszenierung, die als Koproduktion mit dem Schweizer Theater Marie entstand, hat Bühnenbildner Dominik Steinmann ein funkelndes Setting geschaffen: Zigtausende goldglänzende Schweizer Fünf-Rappen-Münzen bedecken den Bühnenboden, 9000 Franken sollen es sein, die da mit Füßen getreten werden, aufgeklaubt, in die Luft geworfen. Beim Gehen knirscht es leise, die Münzen sind ein rutschiges Parkett: In der Finanzwelt gibt es keinen festen Halt.“
Julia Nehmiz, Der Standard, 7.10.2020

„Sympathische Erzählerin im Stück ist Koyote: Sandra Utzinger steht mit ihren Metallstelzen buchstäblich über der Geschichte. Ein genialer Einfall ist die im Plastik-Penis eingebaute Point-of-view-Kamera, deren Aufnahmen auf einer Leinwand zu sehen sind.“
Lisa Kammann, NEUE, 6.10.2020

weiterlesen