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HOLLENSTEIN, EIN HEIMATBILD

Thomas Arzt (UA) Inszenierung: Tobias Wellemeyer

Die Welt wird zu eng auf dem elterlichen Hof in der Marktgemeinde Lustenau: Stephanie Hollenstein will malen, will ihr Talent erproben, will Neues sehen, Neues gestalten. Und so zieht es sie hinaus in die Welt – fort aus dem Vorarlberger Heimatort, hinein in ein Leben, das fasziniert und empört, begeistert und abstößt. 

Denn Hollenstein ist nicht nur eine ausnehmend begabte Künstlerin. Sie ist auch ein höchst eigenwilliger Mensch, dessen Biografie sich selbst heute kaum begreifen lässt. In München studiert sie Kunst und betreibt anschließend eine Malschule. Verkleidet als Mann zieht sie im Ersten Weltkrieg an die Front, bis man sie entdeckt und nach Hause schickt. In Wien lebt sie wider alle Konventionen in Partnerschaft mit einer Frau, stellt ihre Werke aus, gewinnt Preise. 

Sie wird Mitbegründerin der Künstlerinnengruppe „Wiener Frauenkunst“ – dabei ist es gerade die Männlichkeit, die sie fast kultisch verehrt. Die Faschisten üben mit ihrem Militarismus eine starke Anziehungskraft auf sie aus, sie wird früh Mitglied der NSDAP und übernimmt in der Partei Führungsfunktionen. 

Wie soll man mit dem Werk dieser Frau heute umgehen? Und wie mit einer solchen Biogra¬fie? Einer Biografie, die von bewundernswerter Stärke zeugt und von einem Willen zum Wagnis, den man jungen Frauen heute gerne als Modell mit auf den Weg geben würde, hätte er Hollenstein nicht so völlig in die Irre geführt?

Einer Biografie, die außerdem zeigt, wie anfällig für ideologische Verführungen auch ein so starker Charakter sein kann, welch gefährliche Konsequenzen es hat, wenn man mit dem Bruch ungeliebter Regeln gleich alle moralischen Mauern niederreißt? Sicher nicht, indem man glättet, beschönigt oder gnädig übersieht. 

Thomas Arzt hat in der vergangenen Spielzeit das Stück DIE VERUNSICHERUNG im Rahmen des Doppelprojekts DER 27. KANTON am Vorarlberger Landestheater verfasst. Sein neues Werk ist der Versuch, das unfassbare Leben der Künstlerin Stephanie Hollenstein ein wenig besser zu fassen zu bekommen, auf den Menschen zu schauen, trotz aller Abscheu, die man gegen seine Entscheidungen hegt und hegen muss. Die Regie übernimmt Tobias Wellemeyer, der 2018 in Bregenz bereits Lessings MISS SARA SAMPSON inszenierte.
 

Matinee

So, 01.03.2020, 11.00 Uhr

Premiere

Fr, 06.03.2020, 19.30 Uhr

Termine

Fr, 13.03.2020, 19.30 Uhr
Mi, 18.03.2020, 19.30 Uhr
Di, 31.03.2020, 19.30 Uhr
Sa, 04.04.2020, 19.30 Uhr
Do, 09.04.2020, 19.30 Uhr
So, 19.04.2020, 19.30 Uhr