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HOLLENSTEIN, EIN HEIMATBILD

Thomas Arzt (UA) Inszenierung: Tobias Wellemeyer

Stephanie Hollenstein will malen und so zieht es sie hinaus in die Welt, fort aus dem Vorarlberger Heimatort Lustenau – in den sie immer wieder zurückkehren wird – hinein in ein Leben, das fasziniert und empört, begeistert und abstößt.

Denn Hollenstein ist nicht nur eine ausnehmend begabte Künstlerin. Sie ist auch ein höchst eigenwilliger Mensch, dessen Biografie sich selbst heute kaum begreifen lässt. In München studiert sie Kunst und betreibt an-
schließend eine Malschule. Verkleidet als Mann zieht sie im Ersten Weltkrieg an die Front, bis man sie entdeckt. In Wien lebt sie wider alle Konventionen in Partnerschaft mit einer Frau, stellt ihre Werke aus, gewinnt Preise.

Sie wird Mitbegründerin der Künstlerinnengruppe „Wiener Frauenkunst“, ist frühes Mitglied der NSDAP, und ab 1938 als Vorsitzende der „Vereinigung Bildender Künstlerinnen der Reichsgaue Ostmark“ Funktionärin unter der nationalsozialistischen Regierung.
Wie soll man mit Werk und Biografie dieser Frau heute umgehen? Mit einer Biografie, die auch von bewundernswerter Stärke zeugt und von einem Willen zum Wagnis, den man jungen Frauen heute gerne als Modell mit auf den Weg geben würde, hätte er Hollenstein nicht so völlig in die Irre geführt?

Thomas Arzt – in der vergangenen Spielzeit lief eine Inszenierung seines Stücks DIE VERUNSICHERUNG im Rahmen des Doppelprojekts
DER 27. KANTON – wird sich mit seinem neuen Text dem unfassbaren Leben der Künstlerin Stephanie Hollenstein stellen und es zu fassen versuchen. Die Regie übernimmt Tobias Wellemeyer, der 2018 in Bregenz bereits Lessings MISS SARA SAMPSON inszenierte.

* 2:1 Weil‘s zu zweit viel schöner ist – freier Eintritt für eine Begleitperson am Freitag, 13.3.2020

Matinee

So, 01.03.2020, 11.00 Uhr

Premiere

Fr, 06.03.2020, 19.30 Uhr

Termine

Fr, 13.03.2020, 19.30 Uhr
Mi, 18.03.2020, 19.30 Uhr
Di, 31.03.2020, 19.30 Uhr
Sa, 04.04.2020, 19.30 Uhr
Do, 09.04.2020, 19.30 Uhr
So, 19.04.2020, 19.30 Uhr