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COLD SONGS: ROM

William Shakespeare, Bettina Erasmy (UA) Inszenierungen: Agnes Kitzler, Johannes Lepper, Catharina May

Es war so schön. Wir hatten es uns bequem gemacht. Wir hatten gedacht: Alles ist sicher. Das System funktioniert. Unser Weg ist der richtige. Wir hatten gedacht: Lasst sie doch kommen, die Rückwärtsgewandten, die Infragesteller, die Zerstörer. Lasst sie kommen, denn unsere Demokratie hält das aus.

Dann kamen sie – und wir müssen zusehen, wie sie alles, was wir für sicher hielten, auf ausnutzbare Schwachstellen prüfen, wie sie mit schweren Stiefeln die Zerbrechlichkeit unserer Fundamente testen, mit scharfem Skalpell das Gewebe unserer Gesellschaft an neuralgischen Punkten zu durchtrennen suchen, die Despoten und Spalter, die Hetzer und Verführer, die Trampeltiere und Schreihälse. Sie sind da, sie werden so schnell nicht wieder verschwinden und sie bringen den Grund, auf dem wir fest zu stehen glaubten, erheblich ins Wanken.

Hey, Demokratie – was ist da los bei dir?
Bist du eigentlich noch zu retten?
Und wenn ja: Wie? Von wem?
Was kann man da machen?
Theater, natürlich!

Wir gehen dahin zurück, wo wir mit unserer Kunst schon einmal waren: In den offenen Dialog, die direkte Kommunikation. Wir besinnen uns unserer ur-demokratischen Traditionen: der griechischen Agora, die ebenso Ort war für Musisches wie für Gemeinwesen und Politik. Des antiken Theaters, das immer auch den Diskurs herausforderte und keine Auseinandersetzung scheute. Des Theaters der elisabethanischen Zeit: ohne vierte Wand, sondern eher mit einer Membran, durchlässig in beide Richtungen, für Beteiligung und Befruchtung, für Zwischenrufe und Kurskorrekturen im Denken auf allen Seiten.

Das Großprojekt COLD SONGS: ROM öffnet die Bühne für Dramen und Diskussionen, für die Auseinandersetzung mit Europa, unserer Demokratie und der sehr greifbaren Gefahr ihres Verschwindens. Für drei Inszenierungen von drei Regisseur*innen, an einem Abend. Mit zwei shakespeareschen Römerdramen, einer Uraufführung von Bettina Erasmy und einem Prolog des Bürger*innenchors. Mit gemeinsamem Essen und Trinken. Mit Gesprächen. Und mit Ihnen: Denn unsere Demokratie wäre nichts ohne Sie.

Ein mehrstündiges Theaterereignis.
Mit Shakespeare, Picknick und Debatte – fast wie zu elisabethanischen Zeiten! Wir veranstalten dieses ungewöhnliche Theaterprojekt nur sieben Mal, in der Zeit von Samstag, 21. September bis Samstag, 5. Oktober.
Der Bürger*innenchor eröffnet jeweils den Abend um 18.00 Uhr auf dem Karl-Tizian-Platz, im Anschluss (18.30 Uhr) sehen Sie Shakespeares CORIOLANUS im Großen Haus. Von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr haben Sie die Möglichkeit, den Monolog DIE WEISSGESTRICHENE KÄLTE DER REVOLUTION (AT) von Bettina Erasmy in der Box anzusehen oder ein Picknick mit künstlerischem Programm im und vor dem Haus zu genießen, in den Lokalen der Nachbarschaft zu speisen.
Für alle drei Optionen gibt es jeweils ein begrenztes Platzangebot, wir empfehlen daher, dass Sie rechtzeitig Ihr Wunschprogramm buchen (Reservierungen möglich ab 26. August 2019).
Um 21.30 Uhr erwarten wir Sie dann wieder im Großen Haus zur Inszenierung von William Shakespeares JULIUS CAESAR, nach der wir schließlich – an jedem der sieben Abende – das Programm mit einem gemeinsamen Fest ausklingen lassen.